Thema:

„Der Trick des liberalen Populismus ist es, die realen Interessen, die hinter der vermeintlichen Alternativlosigkeit des „weiter so“ stehen, unsichtbar zu machen.“ In Deutschland wird um die Lösung politischer Fragestellungen nicht mehr im Rahmen eines antagonistisch aufgeladenen Konflikts gerungen; politische Entscheidungen werden vielmehr moderierend organisiert – so lautet eine gängige Kritik an dem Politikstil Angela Merkels.

Im Gespräch mit dem Dramaturgen und Essayisten Bernd Stegemann befassen wir uns mit dem Begriff Populismus und wie dieser in der Öffentlichkeit eingesetzt wird. Stegemann spricht unter anderem von einem liberalen Populismus, der links-progressive Gesellschaftskräfte effektiv in Schach hält und bei Fragen von Umverteilung und Minderheitenrechten gegeneinander ausspielt.

▼Gast:

Prof. Dr. Bernd Stegemann ist Dramaturg am Berliner Ensemble, Professor für Schauspielgeschichte und Dramaturgie und Autor zahlreicher Bücher und Essays. Mit seinem 2017 erschienenen Buch „Das Gespenst des Populismus – Ein Essay zur politischen Dramaturgie“ mischte er sich in die laufende Debatte um Demokratien in der Krise, Flüchtlingsbewegungen und den Aufstieg der populistischer Parteien.

Unser Gespräch:

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▼Mehr über Bernd Stegemann

Buch: Das Gespenst des Populismus

Gastkommentar für die ZEIT zur Flüchtlingspolitik

Gastkommentar zum Thema Populismus

Biographische Angaben